Torsion Detection in Ropes: So funktioniert das!
Seil:
ein unverzichtbares Element in der Schifffahrt. Jedes Schiff hat Meter,
möglicherweise Kilometer davon an Bord. So viele Seile, noch mehr Merkmale, und
oft ist es nicht einmal ganz klar, wie ein Seil am besten verwendet werden
kann. HoendeRope, Teil des eigenen Seilsortiments von Hoenderop, ist mit
Torsionserkennung ausgestattet. Aber wie funktioniert das genau und warum ist
das so wichtig?
Zunächst
ist es wichtig zu erkennen, dass Seile oft als Festmacher eingesetzt werden.
Obwohl das relativ einfach erscheint, wird von dem Seil einiges verlangt.
Festmacherseile sind schließlich ständig im Einsatz, um die Stöße des
festgemachten Schiffes aufzufangen. Erschütterungen, die durch Wellen, Wind,
Gezeiten, Strömungen und vorbeifahrende Schiffe verursacht werden. Daher ist es
wichtig, dass ein Schiff so fest wie ein Haus liegt. Durch die Gewährleistung,
dass keine Torsion in den Festmacherseilen vorhanden ist, wird nicht nur die
Lebensdauer des Seils erhöht, sondern auch die Sicherheit.
Sowohl
das HoendeRope ORKA 12-pro als auch das HoendeRope HMPE sind mit
Torsionserkennung ausgestattet. Die Seile sind gerade geflochten und haben zwei
Farben: Blau und Weiß. "Die Farben ermöglichen es, die Stränge gut zu
verfolgen", erklärt Patrick Gerritsma, Account Manager bei Hoenderop.
"Wenn das Seil verdreht ist, laufen diese Stränge nicht mehr in einer
geraden Linie, und das bedeutet Torsion."
Bruchlast
Wenn
das Seil verdreht ist, entstehen Spalten in der Leine, auch Schläge genannt.
Die Folge ist, dass ein Teil der Stränge nicht belastet wird, aber durch die
Reibung trotzdem abgenutzt wird. Für die überbelasteten Stränge gilt, dass
diese auch schneller abnutzen. Durch das Belasten von Seilen mit Torsion wird
die Bruchlast geringer. Im Allgemeinen gilt, dass bei vier Schlägen pro Meter
die Bruchlast bereits um 10 bis 30 Prozent sinkt [1]. Gerritsma: "Wenn man
bedenkt, dass dies sich auf die meterlangen Festmacherseile auswirkt, kann man
sich vorstellen, dass dies einen großen Einfluss hat. Indem man die Torsion vor
dem Belasten erkennt und behebt, hält das Seil länger und unsichere Situationen
werden vermieden. Glücklicherweise möchte das menschliche Gehirn von Natur aus
etwas Gerades haben, also sorgt das HoendeRope automatisch dafür, dass die
Leute nicht mehr darüber nachdenken, sondern das Seil automatisch richtig
legen."
Spleißen
Die
Vermeidung von Torsion gilt natürlich auch beim Spleißen von HoendeRope ORKA 12-pro und HoendeRope HMPE. "HMPE ist ein Sammelbegriff und steht für High
Molecular Poly Ethylene. Es ist auch als
Dyneema bekannt, was übrigens eine Markenbezeichnung ist. HMPE ist jedoch
genauso stark und hat keine Dehnung. Das Spleißen muss daher sehr genau
erfolgen. Das Seil darf keine Spalten haben, denn auch dann bekommt man eine
ungleiche Belastung der Stränge", erklärt der Account Manager. Jedes Jahr
veranstaltet Hoenderop in Zusammenarbeit mit dem Seilhersteller Gleistein einen
Spleißkurs in Bremen. "Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass es keine
Spleißmaschine gibt. Jeder Spleiß, ob groß oder klein, ist reine
Handarbeit!"
Sowohl
das HoendeRope ORKA 12-pro als auch das HoendeRope HMPE eignen sich für alle
Arten von Schiffen, von Freizeitbooten bis zu den größten Seeschiffen. Beide
Seilarten sind in verschiedenen Längen und Durchmessern erhältlich. Das
HoendeRope wird auch auf Rollen von 220 und 1000 Metern geliefert oder als
vollständige Festmacherseile mit zwei eingespleißten Pfahlösen. Das HoendeRope
HMPE ist neben den Standardlängen auch auf Rollen von 1000 Metern erhältlich.
Die Seile werden standardmäßig in den Farben Blau und Weiß geliefert, wobei
sich das HMPE durch den orangefarbenen Faden im Seil auszeichnet.
Quelle:
[1] Gleistein Mooring Rope Manual